CodeGym /Kurse /SQL SELF /Grundlegende SQL-Operationen: Wofür braucht man SE...

Grundlegende SQL-Operationen: Wofür braucht man SELECT

SQL SELF
Level 1, Lektion 3
Verfügbar

Bevor wir direkt in die Praxis eintauchen, lass uns erstmal klären, was SQL eigentlich ist (wird ausgesprochen wie "ess-ku-el" oder "sequel", wie du magst) und warum das Ganze überhaupt wichtig ist.

SQL steht für Structured Query Language – also strukturierte Abfragesprache. Das ist der Standard, um mit Datenbanken zu kommunizieren. Egal, ob du PostgreSQL, MySQL, Oracle oder was anderes benutzt – du wirst ziemlich sicher mit SQL arbeiten.

Stell dir vor, SQL ist deine Art, mit der Datenbank zu "reden". Du gibst ihr Befehle wie "zeig mir alle Studenten, die älter als 18 sind", und sie zaubert dir die passenden Daten raus.

Hauptaufgaben von SQL:

  • Daten abfragen – herausfinden, wer sich für den Kurs "Geschichte des Mittelalters" angemeldet hat.
  • Daten hinzufügen – einen neuen Studenten in die Datenbank eintragen.
  • Daten aktualisieren – einen Tippfehler im Namen eines Studenten korrigieren.
  • Daten löschen – einen Studenten entfernen, der seine Unterlagen von der Uni abgeholt hat.

Wofür braucht man SELECT?

SELECT ist wahrscheinlich der wichtigste Befehl in SQL. Auf Englisch heißt das "auswählen". Damit holst du dir genau die Infos aus der Datenbank, die du brauchst.

Stell dir vor, du bist in einer Bibliothek mit tausenden Büchern. Du willst ein Buch über Programmieren mit Python finden. Anstatt selbst durch die Regale zu laufen, sagst du dem Bibliothekar: "Bring mir Bücher über Python".

In der Datenbankwelt ist SQL dein Bibliothekar und SELECT ist der Befehl "Bring mir...".

Beispiele für Aufgaben, die du mit SELECT lösen kannst:

  • Alle Namen der Studenten abrufen.
  • Herausfinden, wie viele Kurse dieses Semester angeboten werden.
  • Studenten finden, die mehr als 90 Punkte bekommen haben.

Neben dem Abfragen von Daten kannst du mit SELECT auch:

  • Daten filtern – "zeig nur Studenten, die älter als 18 sind".
  • Daten sortieren – "sortiere die Studenten nach Nachname".
  • Nur die Spalten anzeigen, die du wirklich brauchst, und nicht alles auf einmal.

Die wichtigsten Vorteile von SQL

SQL ist eine Fähigkeit, die in fast jedem Bereich gefragt ist.

Willst du Verkaufsdaten aus einem Online-Shop analysieren? Du brauchst SQL.

Betreust du medizinische Studien? Wieder SQL. Arbeitest du an Prozessautomatisierung? Richtig geraten: SQL.

Warum ist SQL so cool?

  • SQL funktioniert mit fast jeder Datenbank.
  • SQL ist so geschrieben, dass es ziemlich intuitiv ist.
  • Sogar komplexe SQL-Queries sind meistens noch gut verständlich.
  • Mit SQL kannst du riesige Datenmengen verarbeiten und genau die Infos rausholen, die du brauchst.

Kommentare in PostgreSQL

Und noch ein wichtiger Punkt – Kommentare in SQL-Queries. Kommentare sind mega praktisch. Erstens kannst du darin Erklärungen und/oder deine Ideen notieren. Zweitens kannst du mit Kommentaren Code deaktivieren, der gerade nicht funktioniert. Oder eine alte Version vom Code auskommentieren.

Ich werde sehr oft Kommentare direkt neben dem Code schreiben, deshalb fangen wir heute auch genau damit an.

In SQL, wie in vielen Programmiersprachen, gibt es einzeilige und mehrzeilige Kommentare. Ein mehrzeiliger Kommentar sieht ungefähr so aus:

/* kommentartext kommentartext kommentartext */ 

Er beginnt mit /* und endet mit */. Du kannst ihn auch für eine einzelne Zeile verwenden. Beispiel:

 /* kommentartext */

Es gibt auch Kommentare "von Anfang bis Ende der Zeile", ähnlich wie das Java-// oder das Python-#. In SQL schreibst du dafür zwei Minuszeichen und ein Leerzeichen. So sieht das aus:

-- kommentartext

Beispiel für eine lange SQL-Query, deren rechte Seite auskommentiert ist:

SELECT * FROM employee -- WHERE YEAR(join_date) = 2015 

Im obigen Beispiel haben wir die Bedingung der Query auskommentiert, deshalb führt PostgreSQL nur die Query aus:

SELECT * FROM employee

Ich schreibe meine Kommentare direkt neben den Code, damit er leichter zu lesen ist oder um schwierige Stellen verständlicher zu machen. Ich mache das schon! Und ich empfehle dir, dieses praktische Tool auch zu nutzen. :)

SQL-Query-Stil

Die Sprache SQL wurde so designt, dass sie maximal user-friendly ist.

Erstens: Groß- oder Kleinschreibung spielt bei Queries meistens keine Rolle: Du kannst SELECT, Select, SeLecT oder select schreiben – alles läuft. Zweitens: Zeilenumbrüche sind normalerweise egal. Die Datenbank kann die Query auch verarbeiten, wenn sie in einer einzigen langen Zeile steht. Du hast also ein bisschen Freiheit, wie du deine Queries schreibst.

Trotzdem ist gut formatierter SQL-Code viel leichter zu lesen, zu verstehen, zu debuggen und zu pflegen. Deshalb gibt es ein paar allgemeine Style-Empfehlungen.

Formatierungstipps

  • SQL-Schlüsselwörter in GROSSBUCHSTABEN. Wörter wie SELECT, FROM, WHERE, ORDER BY usw. schreibt man am besten groß. Das hilft, sie optisch von Tabellennamen und Spalten zu unterscheiden.
  • Fang SELECT, FROM, WHERE und andere Hauptteile der Query jeweils in einer neuen Zeile an.
  • Das Semikolon ; am Ende der Query ist der Standard-Trenner für Anweisungen. Es wird nötig, wenn du mehrere Queries hintereinander in einem Skript oder Codeblock ausführst. Wir empfehlen, jede SQL-Query immer mit einem Semikolon abzuschließen.

Beispiel für optimales Formatieren:


SELECT customer_id, full_name, email, registration_date
FROM customers
WHERE delivery_address = 'Anytown';

Du könntest diese Query auch anders formatieren. Mach dir jetzt noch keinen Kopf darum. Denk dran: In SQL gibt es kein einziges vorgeschriebenes Format – Hauptsache, dein Code ist verständlich und gut lesbar.

2
Aufgabe
SQL SELF, Level 1, Lektion 3
Gesperrt
Kommentar zum Query
Kommentar zum Query
2
Aufgabe
SQL SELF, Level 1, Lektion 3
Gesperrt
Kommentiere die Anfrage aus
Kommentiere die Anfrage aus
Kommentare
TO VIEW ALL COMMENTS OR TO MAKE A COMMENT,
GO TO FULL VERSION